AKGG gemeinnützige GmbH Arbeitskreis Gemeindenahe Gesundheitsversorgung
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Pädagogisches Rollenspiel

Seit September 2010 gibt es für 6 Kinder im Alter zwischen 9 und 11 Jahren, die in der Tagesgruppe der Georg-Büchner betreut werden, ein besonderes Angebot. Die Teilnahme an der Gruppe ist für die Dauer eines Durchganges ca. ½ Jahr verbindlich und die Gruppenzusammensetzung konstant, so dass sowohl ein individueller als auch ein gemeinsamer Entwicklungsprozess stattfinden kann.

Die Gruppe trifft sich 1 x Woche für eine Stunde. Ziel ist es, dass die Kinder gemeinsam den Rahmen für eine Geschichte festlegen.

Sie spielen z.B.

            Sprayer-Kids oder
                Freche Tochter oder
                Mafia oder
                Bergsteiger oder
                Polizist oder
                Straßenkinder oder oder oder…

  

Innerhalb dieser Geschichte sucht sich jedes Kind eine Rolle aus. Es gibt je eine männliche und weibliche Gruppenleitung. Deren Rollen werden von den Kindern festgelegt. Gelingt es nicht, sich auf eine Geschichte zu einigen, finden unterschiedliche Geschichten parallel statt. Dann sollte während des Spiels versucht werden, dass die verschiedenen Spieler miteinander in Kontakt kommen.

Jeder verkleidet sich – schlüpft in seine Rolle – und jeder baut sich einen Spiel-Raum auf, in dem er agieren kann. Danach findet eine „Verwandlung“ statt und es wird gespielt.

Das zur Verfügung stehende Material ist sehr einfach, damit die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf lassen können. Das müssen sie teilweise erst lernen. Es gibt viele verschiedene Tücher zum Verkleiden und zur Raumgestaltung, es gibt Seile und Schaumstoffelemente, damit Räume unterteilt werden können und Kissen und Decken. Wichtig ist noch, dass ein genügend großer möglichst leerer Raum zur Verfügung steht.

Die Kinder haben die Möglichkeit verschiedene Rollen auszuprobieren. Zu Beginn werden sie erst einmal eher die vertrauten Rollen einnehmen und sich selber spielen. Ziel ist es, mit der Zeit eine Rollenerweiterung zu ermöglichen. Kinder, die tendenziell aggressives Verhalten an den Tag legen, werden darin bestärkt und ermutigt auch ihre ruhigere und weichere Seite zuzulassen. Dabei spielt z.B. die symbolische Versorgung durch die Gruppenleitung eine große Rolle. Es dürfen auch existenzielle Gefühle wie Angst oder Wut symbolisch ausagiert werden.

Nicht zuletzt ist der Spaß am gemeinsamen Spielen wichtig.

Am Ende des Spiels findet eine Rückverwandlung statt. Jeder legt seine Verkleidung ab. Es gibt eine kurze Auswertungsrunde.

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