Multifamilientraining (MFT)

Multifamilientraining (MFT)

Wer in einer Konfliktsituation steckt, hat für das eigene Problem meist eine eingeengte Sichtweise, gleichzeitg jedoch viel Verständnis, Einfühlungsvermögen und Lösungskompetenz für ähnliche Probleme bei anderen.

Diesen Umstand machen wir im Multifamilientraining (MFT) zunutze. Beim Multifamilientraining setzen wir die Familien als Expert/innen für die Probleme der jeweils anderen Teilnehmer/innen ein.
Die Trainer/innen wirken eher moderierend und stehen im Hintergrund als Begleiter/innen zur Verfügung.

Unsere Familienklasse

Wir haben in den letzten Jahren mehrere Mitarbeiter/innen in Langzeitfortbildungen entsprechend qualifiziert und wenden diese Methode seit einigen Monaten sehr erfolgreich in der Georg-Büchner-Schule, in einer sogenannten „Familienklasse“ an. Einen Vormittag in der Woche kommen Eltern und Schüler/innen zusammen um miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen.

Die Arbeit mit Familienklassen im Schulalltag fördert eine enge Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus. Die Eltern können „anders“ Anteil nehmen am schulischen Leben ihrer Kinder, so dass sich ggf. bestehende gegenseitige Vorbehalte in der Regel auflösen und die Kinder erleben, dass Schule und Elternhaus an einem Strang ziehen.

Durch die Unterstützung in der Elterngruppe und während der gemeinsamen Reflexionsrunden werden die Eltern zunehmend sicherer in ihrer Erziehungsfähigkeit. So entsteht ein soziales Netzwerk, das isolierten Familien Halt, Zuversicht und Lösungsideen für ihre Probleme gibt.

MFT – was ist das eigentlich?

MFT ist ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren auf systemischer Grundlage, das auf der Überzeugung und Erfahrung fußt, dass Familien fähig sind, sogar in schier aussichtslos erscheinenden Situationen, (selbst) eigene Lösungen für ihre Probleme zu entwickeln und umzusetzen.

Dazu bedarf es eines unterstützenden Kontextes, in dem solche Lern- und Handlungsprozesse angeregt, erprobt und ausgewertet werden können. MFT kann besonders bei Familien mit Kindern mit Schulverweigerungsverhalten, mit gewalttätigen Kindern und/oder Eltern, bei Suchtmittelmissbrauch in Familien sowie in der Arbeit mit Pflegefamilien und/oder Pflegekindern eine hocheffektive und kosteneffiziente Intervention sein.

MFT wird am häufigsten in offenen oder halboffenen Gruppen durchgeführt, wobei sich die teilnehmenden Familien in unterschiedlichen Stufen des therapeutischen Prozesses befinden. Dadurch können die Familien die erfahrener sind, ihre gewonnene „Expertise“ zur Unterstützung der neueren Gruppenmitglieder einbringen und ihnen dadurch hochgradig glaubwürdige und überzeugende Hoffnung auf Besserung machen.

Ein Hauptziel der gruppentherapeutischen Arbeit ist es, die Ressourcen und Selbsthilfekräfte der Familien zu fördern. Die Gruppenleiter/innen / Coaches fungieren als „Katalysatoren“, die versuchen, den Familien dabei zu helfen ihre eigenen Kompetenzen im Umgang mit ihren Problemen zu entwickeln.

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Unser MFT-Team

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